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el mueb19.1.2026 – +++ Flucht vor der Polizei endet im Schnee +++

Münchberg. Eine Verfolgungsfahrt, die in Münchberg ihren Anfang nahm, endete letztendlich für den geflüchteten 19-Jährigen mit seinem BMW in einem Feld im tiefen Schnee.

Gegen 23.25 Uhr erblickte eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Münchberg den BMW an der Lichtzeichenanlage an der Ausfahrt vom Autohof und entschloss sich, den Fahrer einer Kontrolle zu unterziehen. Als sich der Wagen auf der Staatsstraße in Richtung Helmbrechts befand, gaben die Beamten von hinten das Anhaltesignal. Der 19-Jährige leistete der Aufforderung, anzuhalten jedoch keine Folge und beschleunigte bis auf 170 Kilometer in der Stunde. Auch im Stadtgebiet Helmbrechts angekommen, fuhr er immer noch mit stark überhöhter Geschwindigkeit und versuchte die Streife durch Befahren von besonders engen Straßen und kurzfristigen Abbiegemanövern, abzuhängen.

In der Zwischenzeit eilten weitere Streifen zur Unterstützung herbei. Schließlich verließ der Flüchtende Helmbrechts über die Schwarzenbacher Straße in Richtung Döbra. Kurz nach Haidengrün bog er in Richtung Marlesreuth ab. Dort hatten die unterstützenden Beamten eine Straßensperre errichtet. Als der Fahrer die querstehenden Dienstwägen sah, bremste er kurz ab, fuhr durch zwei Gärten, weiter durch einen tiefen Graben und ein Feld. Es gelang ihm, seine Flucht in Richtung Selbitz fortzusetzen. Nachdem ihn eine weitere Sperre durch rücksichtslose Fahrweise nicht stoppen konnte, blieb er schließlich beim dritten Versuch, über ein Feld zu flüchten, mit seinem BMW auf einem Feldweg zwischen Marlesreuth und Selbitz im tiefen Schnee stecken und konnte von den Einsatzkräften aus dem Auto gezogen und gefesselt werden.

Zum Erschrecken der Beamten entdeckten sie im Auto neben der 17-jährigen Beifahrerin einen sechs Monate alten Säugling. Die Polizisten waren daher froh, während der Verfolgungsfahrt ständig die Verhältnismäßigkeit beachtet zu haben. Sie dosierten den Druck auf den Flüchtenden, um eine Gefährdung Unbeteiligter möglichst zu vermeiden.

Glücklicherweise kam es zu keinen Personenschäden.

Wie sich herausstellte, war der BMW-Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Deswegen erwartet ihn neben der Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis noch ein Verfahren wegen eines unerlaubten Kraftfahrzeugrennens.



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