16.7.2026 – +++ Verdächtiger Gasaustritt nach Verkehrsunfall +++
A93/Marktredwitz.- Mehrere Polizeistreifen sowie Feuerwehren aus Marktredwitz, Arzberg und Wölsau wurden am gestrigen 15.07.2026 auf die A93 zwischen den Ausfahrten Marktredwitz/Süd und Pechbrunn zu einer Unfallstelle in Fahrtrichtung Weiden beordert.
Ein Sattelzug war laut Mitteilungen von Verkehrsteilnehmern in diesem Abschnitt gegen 07.10 Uhr nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und heftig mit der Leitplanke kollidiert, wobei eine Notrufsäule umgefahren wurde.
Andere Fahrzeuge waren nach Aussagen der Zeugen am Polizeinotruf an dem Verkehrsunfall nicht beteiligt.
Mitteilungen gemäß war jedoch Gasaustritt aus der Zugmaschine festzustellen und möglicherweise Gefahrgut im Spiel.
An der Unfallstelle angekommen war neben einer auf weit über 50 Meter Länge niedergewalzten Leitplanke tatsächlich Gasaustritt von der Zugmaschine bemerkbar, der jedoch von einem Leck in dem Tank des mit LPG betriebenen Trucks herrührte. Die Ladung des 40-Tonners wurde aus Elektro-Bauteile für die E-Automobilindustrie bestehend identifiziert, welche dem ADR und somit den Gefahrgutvorschriften unterliegt. Die Richtungsfahrbahn Weiden der A93 musste komplett gesperrt, der Verkehr an der Ausfahrt Marktredwitz/Süd ausgeleitet werden.
Der 41-jährige Fahrer aus dem Bereich Gera kam mit leichteren Blessuren davon, die vom Rettungsdienst versorgt wurden.
Über die verantwortliche Transportfirma aus dem Raum Bamberg sowie anhand der Ladepapiere konnten die Einsatzkräfte in Erfahrung bringen, dass sich rund 23 Tonnen Lithiumbatterien auf der Ladefläche befinden.
Nachdem hinsichtlich des Gasaustritts durch die Feuerwehr „grünes Licht“ gegeben werden konnte und die Ladung bei dem Verkehrsunfall intakt blieb, konnte ein Bergeunternehmen mit der Umladung und der Bergung des Fahrzeugs beauftragt werden. Gegen 10.15 Uhr wurde die Vollsperrung in südlicher Fahrtrichtung aufgehoben. Um 11.45 Uhr war die Fahrbahn schließlich komplett geräumt und wieder ungehindert befahrbar. Der Sachschaden summiert sich auf rund hundert Tausend Euro.
Hinsichtlich der bislang noch nicht abschließend geklärten Unfallursache haben die Beamten der Autobahnpolizei aus Hof Ermittlungen eingeleitet.
