22.6.2026 - +++ Fahrverbot überwacht +++
A9/A72.- Das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Brummis überwachten Beamte der Schwerverkehrsgruppe aus Hof am 21.06.2026. Drei Mal mussten die Spezialisten der Verkehrspolizei aus Hof dabei Anzeigen aufnehmen.
Gegen 14.15 Uhr stoppten sie ein LKW-Gespann mit polnischen Kennzeichen, das auf der A9 bei Münchberg unterwegs war. Auf der Ladefläche waren mehrere Hundert Kilo Glas. Für den sonntäglichen Transport hätte der 46-jährige Fahrer dafür eine Ausnahmegenehmigung gebraucht, konnte jedoch keine vorweisen. Außerdem war die Sicherung der zerbrechlichen Ladung von den Beamten zu beanstanden. Sie untersagten zunächst die Weiterfahrt und nahmen eine Anzeige gegen den 46-jährigen Berufskraftfahrer auf.
Einen Transport von Altpapier nahmen die Beamten kurz nach 16 Uhr unter die Lupe. Der 40-Tonner aus Mecklenburg-Vorpommern hätte im Zusammenhang mit dem Erreichen einer Fähre tatsächlich am Sonntag fahren dürfen. Jedoch konnten die Beamten nachvollziehen, dass für die Ladung keine Verschiffung vorgesehen war. Somit musste auch dieser Transporter bis zum Ablauf des Verbots um 22 Uhr erst einmal stehen bleiben. Gegen den 44-jährigen Fahrer leiteten die Beamten ebenfalls ein Bußgeldverfahren ein.
Mit tiefgefrorenem Speiseeis war ein Kühltransporter aus Spanien um 16.15 Uhr auf der A72 von Polen nach Sevilla unterwegs. Weil der 31-jährige Fahrer einen festgelegten Liefertermin nur unter Umgehung des Fahrverbots erreichen konnte, leiteten die Polizisten auch gegen ihn ein Bußgeldverfahren ein und sprachen ein Fahrverbot bis 22 Uhr aus.
Doch auch gegen die jeweiligen Transportfirmen werden die Beamten nun tätig. Die dortigen Verantwortlichen wollten sich womöglich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und nahmen die Gefahr einer Kontrolle dabei bewusst in Kauf. Mit einem Verfahren zum Zwecke der „Vermögensabschöpfung“ wird nun der unrechtmäßig erwirtschaftete Gewinn eingefordert.
