19.4.2026 – +++ Ein Ort, zwei Fahrtrichtungen, zwei Unfälle - und einer macht alles falsch +++
A93 / REGNITZLOSAU. - Am Samstagnachmittag krachte es zweimal auf der A93, als Regen einsetzte. Das Ergebnis waren zwei Trümmerfelder und hoher Sachschaden. Einer der beiden machte dabei alles falsch, was man nur falsch machen kann.
Ein Autofahrer aus dem Landkreis Hof verlor am Samstag gegen 16.30 Uhr auf der A93 zwischen den Ausfahrten Regnitzlosau und Hof-Süd die Kontrolle über sein Fahrzeug. Kurz nach der Brücke bei Regnitzlosau setzte starker Regen ein. Nach eigenen Angaben war der Fahrer sehr schnell unterwegs; dann begann das Auto zu schwimmen und geriet außer Kontrolle. Das Fahrzeug stieß gegen die Mittelleitplanke, schleuderte weiter und kam schließlich entgegen der Fahrtrichtung auf dem linken Fahrstreifen zum Stillstand. Der Fahrer zog sich eine leichte Verletzung am Unterarm zu; nach Begutachtung durch den Rettungsdienst war keine weitere Versorgung notwendig. Der Audi war nicht mehr fahrbereit, und die Mittelleitplanke wurde an mehreren Feldern beschädigt. Die Beamten schätzen den gesamten Sachschaden auf mindestens 20.000 Euro.
Die ebenfalls eingesetzte Feuerwehr Trogen stellte bei der Anfahrt fest, dass auch auf der Gegenfahrbahn Richtung Norden ein verunfallter Pkw stand. Durch die eintreffende Streife konnten hier jedoch nur noch die Folgen des Unfalls festgestellt werden: die Fahrbahn war mit Schotter verunreinigt und die Leitplanke beschädigt. Der Schaden wird hier auf mindestens 5.000 Euro geschätzt. Vom Fahrer, der vermutlich ebenfalls aufgrund des Wetters dort verunfallte, fehlt jedoch jede Spur. Nach den ersten Ermittlungen handelt es sich vermutlich um eine gelbe Corvette, die dort verunfallte. Die eingeleitete Fahndung nach dem gelben Flitzer verlief ergebnislos. Die Beamten ermitteln wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und bitten um Zeugenhinweise. Wer den Unfall beobachtet hat oder am Spätnachmittag beziehungsweise Abend eine beschädigte gelbe Corvette auf der Autobahn gesehen hat, wird gebeten, sich telefonisch bei der Verkehrspolizeiinspektion Hof unter 09281/704-803 zu melden.
+++ Geladene Gasdruckwaffe im Auto aufgefunden +++
A9 / LEUPOLDSGRÜN. - Bei einer Schleierfahndungskontrolle entdeckten Beamte eine geladene Waffe im Kofferraum. Die Waffe war zugriffsbereit und geladen.
Den richtigen Riecher hatten Schleierfahnder der Verkehrspolizeiinspektion Hof, als sie am Samstagmittag auf der A9 bei Leupoldsgrün einen Pkw kontrollierten. Am Fahrzeug waren zwei Personen, die neben dem Pkw Pause machten. Auf Nachfrage gab einer der Personen an, dass sich im Kofferraum eine „Spielzeugwaffe“ befinde. Bei der genaueren Nachsicht fanden die Beamten eine geladene und entsicherte Gasdruckwaffe. Weil die Waffe lose im Kofferraum lag und nicht in einem verschlossenen Behältnis verwahrt wurde, wäre ein Waffenschein von Nöten gewesen. Einen solchen konnte der 24-jährige polnische Staatsbürger nicht vorweisen. Die Pistole wurde einkassiert und die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.
+++ Deutscher mit falschem paraguayanischen Führerschein +++
A9 / BERG. - Bei einer nächtlichen Kontrolle fanden Beamte gefälschte Dokumente. Die Weiterfahrt wurde unterbunden.
Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Hof kontrollierten in der Nacht zum Sonntag an der Rastanlage Frankenwald einen Mietauto mit Berliner Zulassung. Im Fahrzeug saß ein Deutscher aus dem Nordwesten Deutschlands, gerade achtzehn Jahre alt. Dieser händigte den Beamten zwei Führerscheine aus Paraguay aus. Das machte die versierten Beamten stutzig, weshalb sie sich die Dokumente genauer ansahen. Dabei fiel auf, dass die Führerscheine nicht echt sind. Die Papiere wurden eingezogen und weil er keinen anderen echten Führerschein vorweisen konnte, war die Fahrt an Ort und Stelle beendet. Den jungen Burschen erwarten nun Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie Urkundenfälschung.
+++ Tempo-Kontrolle auf der B173: Mazda mit 108 km/h erwischt +++
B173 / KÖDITZ. - Die Polizei bittet Raser zur Kasse. Mehr als 60 Raser werden in sieben Stunden enttarnt.
Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Hof führten am Samstagnachmittag auf der B173 bei Köditz eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Erlaubt waren dort 70 km/h, doch das nahm nicht jeder ernst. Mehr als 1700 Fahrzeuge durchfuhren die Strahlen. Bei 62 davon löste der Blitz aus, weil mitunter erheblich mehr Gas gegeben wurde, als maximal erlaubt. 36 Temposünder werden noch mit einer Verwarnung davonkommen, denn ihr Verstoß wird als geringfügig eingestuft. Anders sieht es bei den verbleibenden 26 aus, wo eine Bußgeldanzeige die Folge sein wird. Eine Fahrerin aus dem Raum Hof war mit 108 km/h am Steuer ihres Mazda unterwegs, als es blitzte.
